Das besondere am Grüntee ist sein hoher Gehalt an Sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere an Flavonoiden. Sie machen bis zu 34 % des Trockengewichts des Grüntees aus!
Grüntee für ein längeres Leben?
Die wohl wichtigste Eigenschaft der Flavonoide ist ihre so genannte antioxidative Wirkung. Diese verhindert, dass freie Radikale im Körper ungehindert reagieren und unsere Zellen, z. B. die der Blutgefässe, schädigen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die in unserer Umwelt und in unserem Stoffwechsel ständig entstehen. Flavonoide und andere Antioxidantien, wie Vitamin C und E können freie Radikale abfangen. So können sie helfen, die Blutgefässe zu schützen und einer Arterienverkalkung, Bluthochdruck und Herzinfarkt vorzubeugen.
Eine japanische Studie hat gezeigt, dass ein hoher Grüntee-Konsum die Lebenserwartung verlängern soll. Die Wissenschaftler führen den Unterschied vor allem auf eine verminderte Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Der genaue Wirkmechanismus ist bisher nicht hinreichend geklärt. Vermutlich haben die Flavonoide im grünen Tee einen positiven Einfluss auf Herz und Blutgefässe, indem sie einer Arterienverkalkung vorbeugen.
Ebenfalls in Japan hat man herausgefunden, dass das im Grüntee vor Karies schützen soll. Bereits eine Tasse Grüntee am Tag reduzierte die Karieshäufigkeit bei den Kindern um die Hälfte! Die führt man einerseits auf das im Grüntee enthaltene Fluorid zurück, andererseits dürfte auch die antibakterielle Wirkung, die dem Grüntee nachgesagt wird, eine Rolle spielen.
Trotz allem besteht weiterer Forschungsbedarf, um diese Ergebnisse auch wirklich zu bestätigen. Zurzeit bleibt Grüntee deshalb in erster Linie „Mittel zum Genuss“ und kann keinesfalls als „Heilmittel“ eingestuft werden.