Sekundäre Pflanzenstoffe färben Karotten orange, Salat grün und Auberginen violett. Sie machen Chili und Paprika scharf oder Zitrusfrüchte sauer. Mit allen Sinnesorganen können wir die sekundären Pflanzenstoffe wahrnehmen, denn sie sind für Farbe, Geschmack und Geruch von Pflanzen zuständig. Insgesamt sind bisher etwa 30'000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt.
Schutzstoffe aus der Natur!
Primäre Pflanzensstoffe sind Hauptbestandteile, die vorwiegend am Energiestoffwechsel und am Aufbau der Pflanze beteiligt sind. Dazu zählen Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette. Die sekundären Pflanzenstoffe helfen der Pflanze u.a. als Abwehrstoffe gegen Pflanzenschädlinge, als Wachstumsregulatoren, als Lock- und als Farbstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen im Gegensatz zu den primären Pflanzenstoffen nur in sehr geringen Mengen vor, dafür aber existieren mehrere tausend Substanzen. Beim Menschen können sie gesundheitsfördernde Wirkungen ausüben. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung mit täglich 4-5 Portionen Früchte und Gemüse werden etwa 1.5 g sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen. Bei Vegetariern kann die Zufuhr deutlich höher ausfallen.
Die Sekundären Pflanzenstoffe sind seit rund 100 Jahren bekannt. Das wissenschaftliche Interesse galt ursprünglich primär den gesundheitsschädlichen Wirkungen dieser Substanzen, wie z.B. des Solanins in der Kartoffel oder der Blausäure in Mandeln. In den letzten 20 Jahren widmen sich die Forschungsarbeiten aber zunehmend ihren schützenden bzw. gesundheitsfördernden Eigenschaften. Dennoch gibt es derzeit für die geschätzten 60´000 – 100´000 Substanzen keine einheitliche Definition, da die Struktur der einzelnen Verbindungen, sowie deren biologische Wirkungen beim Menschen und bei Tieren stark unterscheiden können.