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Alkohol hat in der Leber Priorität

Mit Alkohol verhält es sich wie mit allem anderen auch:  Zu viel ist ungesund. Zu viel bedeutet für den Mann mehr als zwei Standardgläser (siehe Übersicht) pro Tag, für die Frau sollte es sogar nicht mehr als eines sein.
Alkohol legt die Fettverbrennung lahm!
 



Standardgläser

 

Menge

Energiegehalt/Glas

Wein (1 Weinglas)

1,5 dl

100 kcal

Bier (1 Stange)

3 dl

140 kcal

Schnaps (1 Schnapsglas)

2 cl (0,2 dl)

55 kcal

Apfelwein                       

3 dl

140 kcal

Likör                                    

2 cl (0,2 dl)

70 kcal

 

Alkohol ist jedoch nicht nur schlecht: in geringen Mengen genossen ist er sogar gesund für Herz und Kreislauf. Das bedeutet aber nicht, dass wenn Sie bisher keinen Alkohol getrunken haben, Sie diese Gewohnheit nun ändern sollten. Wer hingegen Tendenz hat, stets etwas über die Strenge zu schlagen, der tut gut daran seinen Alkoholkonsum zu reduzieren. Warum?

Nun, Alkohol hat auch mehrere negative Eigenschaften:

  • Alkohol ist sehr kalorienreich: Mit 7 kcal pro Gramm liefert er fast so viel Energie wie Fett (9 kcal pro Gramm). Eine kalorienreiche Ernährung kann zu Übergewicht führen.
  • Alkohol unterbindet die Fettverbrennung. Dieser Punkt ist vor allem für jene relevant, die gerne Gewicht verlieren möchten. Damit der Körper Fett verbrennen kann, muss er es zuerst in Zucker umwandeln. Das geschieht in der Leber. Auch der Alkohol wird in der Leber abgebaut und steht in Konkurrenz zum Fett, denn beides gleichzeitig geht nicht: Der Körper muss also entscheiden, ob er sich nun zuerst um den Alkohol oder das Fett kümmern soll. Er gibt dabei stets dem Alkohol die Priorität, da er diesen nicht speichern kann. Die Fettverbrennung setzt erst wieder ein, wenn der Alkohol verarbeitet ist.
  • Beim Alkoholabbau in der Leber entsteht in einem Zwischenschritt eine sehr giftige Substanz (Acetaldehyd), die bei hohem Alkoholkonsum über einen langen Zeitraum hinweg Leberschäden verursachen kann. Überhaupt gibt es kein Organ, das bei langjährigem überhöhtem Alkoholkonsum unbeschadet bleibt. Wo genau die obere Grenze liegt, darüber sind sich die Experten nicht einig. Die Verträglichkeit von Alkohol ist zudem sehr individuell. Während einige nach langem Konsum kaum körperliche Schäden davon tragen, leiden andere bereits früher an den Folgen des Alkohols. Männer halten in der Regel mehr aus als Frauen.
  • Hoher Alkoholkonsum führt zu Vitamin-B1-Mangel. Der Körper verliert die Fähigkeit, das Vitamin B1 (Thiamin) zu resorbieren und zu verstoffwechseln. Frühe Symptome eines Thiamin-Mangels sind Appetitverlust, Reizbarkeit, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Langfristig können Schwächezustände, Nervenschäden, Kopfschmerzen und Herzklopfen auftreten.

Fazit: Sind Sie Abstinenzler, dann bleiben Sie’s am besten auch! Trinken Sie hingegen regelmässig mehr als die empfohlene Menge von 1-2 Standardgläsern pro Tag, dann versuchen Sie, Ihren Konsum den Empfehlungen anzupassen.

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